Läute-Ordnung - was ist das denn

Klar - die Mutterstädter Glocken läuten jeweils vor den Gottesdiensten und aufgrund unseres vielfältigen Gottesdienstangebotes also wesentlich häufiger als in anderen Gemeinden. Daneben rufen sie dreimal täglich zum Gebet auf und erinnern uns daran, dass unser Leben eben nicht nur aus Arbeit und Freizeit mit den damit verbundenen Empfindungen besteht.

Unsere Läute-Ordnung ergibt sich aus der Tatsache, dass unser Kirchturm stolze fünf Glocken beherbergt, die quasi als ein Instrument mit fünf Tönen zu verstehen sind. Weiterhin soll dieses „Glockeninstrument“ das Kirchenjahr mit seinen verschiedenen Stimmungen und Höhepunkten als Rahmen für unsere Gottesdienste wiederspiegeln. Somit gilt es, unser „Mutterstädter Glockeninstrument“ so zu spielen, dass es uns auf den jeweiligen Charakter eines Gottesdienstes einstimmt.
So läuten an hohen Feiertagen und Sonntagen alle Glocken und der Gottesdienst wird eine Stunde zuvor mit der tiefsten, „gewichtigsten“ Glocke angekündigt.
Sonntage im Kirchenjahr, die etwa der Vorbereitung auf ein großes Fest dienen und einen besinnlichen Charakter aufweisen (Bsp. Advent und Passion) haben ein eher dunkles und trauriges Motiv, das durch die drei größeren Glocken entsteht.
An Karfreitag und am Buß-und Bettag läuten lediglich die zwei größten Glocken. Das ergibt einen eher kargen und ernsten Klang. Andachten unter der Woche werden mit dem schönen Dreitonmotiv unserer kleinsten Glocken eingestimmt. An den übrigen Sonntagen des Kirchenjahres stimmt uns ein fröhliches Klanggemisch aus vier Glocken auf die Gottesdienste ein.